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Salzburg zum Großglockner: die Hochalpenstraße als Tagesausflug

Salzburg zum Großglockner: die Hochalpenstraße als Tagesausflug

Salzburg: Grossglockner High Alpine Road Day Trip

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Lohnt sich die Großglockner Hochalpenstraße als Tagesausflug von Salzburg?

Ja – es ist eine der spektakulärsten Fahrten in Mitteleuropa und nur 1:30 Stunden von Salzburg entfernt. Einen vollen Tag einplanen: Die Straße selbst braucht 3–4 Stunden ordentlich mit Stopps zu fahren. Die Maut beträgt ~38 € pro Auto. Die Straße ist nur Mai bis Oktober geöffnet; oben (Franz-Josefs-Höhe, 2369 m) können die Temperaturen selbst im Juli nahe Null fallen – Schichten einpacken.

Warum die Großglockner-Straße auf das Salzburg-Programm gehört

Österreich ist reich an Berglandschaft, aber die Großglockner Hochalpenstraße nimmt eine eigene Kategorie ein. 1935 als eines der großen Ingenieurprojekte Europas fertiggestellt, überquert sie das Hohe-Tauern-Massiv auf über 2500 Metern Höhe und schlängelt sich durch Gletscher, Almwiesen und steile Felswände über 48 km zwischen Bruck an der Glocknerstraße im Salzburger Land und Heiligenblut in Kärnten. Die höchste asphaltierte Straße Österreichs – und eine der höchsten der Alpen – stellt einen direkt dem Großglockner selbst gegenüber, Österreichs höchstem Gipfel auf 3798 m.

Von Salzburg ist der nördliche Eingang bei Bruck etwa 1:15–1:30 Stunden mit dem Auto. Kein Zug bedient die Straße. Das macht dies zu einem klassischen Fahrttagesausflug und eine der lohnendsten Möglichkeiten, einen klaren Tag in der Region zu verbringen.

Von Salzburg zum Großglockner kommen

Die Route

Von Salzburg die A10 Tauernautobahn südlich Richtung Villach nehmen. Ausfahrt bei Bruck an der Glocknerstraße (Ausfahrt 72) nach etwa 80 km. Die nördliche Mautstation der Großglockner-Straße liegt etwa 1 km von der Autobahnausfahrt.

Gesamte Fahrzeit von Salzburger Stadtmitte: etwa 1:15–1:30 Stunden bei normalem Verkehr. Die A10 ist eine schnelle, gut gepflegte Autobahn durch das Salzachtal. Man fährt durch mehrere Tunnel im Hohe-Tauern-Massiv; der Tauernstunnel selbst ist eine separate Autobahnmaut (~12 € für Autos). Kraftstoff und Straßenmaut (österreichische Autobahnvignette: 10-Tage-Aufkleber ~10 €, für die A10 erforderlich) ins Budget einrechnen, bevor man die Großglockner-Maut obendrauf addiert.

Die Maut

Die Großglockner-Maut wird am Ferleiten-Mauttor an der nördlichen Anfahrt erhoben. Im Jahr 2026 beträgt der Satz etwa 38 € pro Auto für einen Rückfahrtpass. Bargeld und Karten werden akzeptiert. Die Maut schließt Zugang zu allen Aussichtspunkten entlang der Straße, dem Kaiser-Franz-Josefs-Höhe-Komplex und Parkplätzen ein.

Geführte Tour

Wer kein Auto hat, für den ist eine organisierte Tagestour von Salzburg die praktische Lösung. Touren starten typischerweise 7:30–8:30 Uhr und kehren bis 19 Uhr zurück, mit allen wichtigen Stopps und einem Guide, der Kontext über Geologie, Geschichte des Straßenbaus und die Ökologie des Hohe-Tauern-Nationalparks liefert.

Großglockner Hochalpenstraße: geführter Tagesausflug von Salzburg mit Stopps an allen wichtigen Aussichtspunkten

Die Straße fahren: was man sieht und wo zu halten

Von Bruck zum Fuscher Törl: der nördliche Aufstieg

Die Straße steigt von etwa 750 m bei Bruck auf 2428 m am Fuscher Törl in etwa 25 km – ein anhaltender Aufstieg durch Wald, dann Latschenkiefer, dann offenes Alpinterrain. Das Gefälle beträgt im Durchschnitt 9 %, mit Abschnitten von 12 %. Die Straße ist zweispurig und gut gepflegt, verengt sich aber bei mehreren Kurven.

Der erste wichtige Halt ist der Fuscher Törl (2428 m), wo sich die Landschaft plötzlich öffnet. Die Aussichten nördlich auf die Salzburger Alpen und südlich auf den Hauptkamm der Hohen Tauern sind an einem klaren Tag außergewöhnlich. Es gibt einen kleinen Parkplatz – einen 10-minütigen Stopp wert.

Edelweißspitze: der höchste öffentliche Aussichtspunkt

Die Edelweißspitze (2571 m) ist der höchste per Auto erreichbare Punkt der Großglockner-Straße, über eine kurze Nebenstraße (1,5 km, Einbahnverkehr bergauf) direkt nach dem Fuscher Törl erreichbar. Ein Steinturm am Gipfel fügt weitere 15 m Höhe und 360-Grad-Aussichten an klaren Tagen hinzu: Großglocknergipfel, Sonnblick, Glockerin und Wiesbachhorn sind alle sichtbar.

Das ist der Stopp, den Besucher in Eile am häufigsten überspringen – und der, den sie am häufigsten bereuen zu verpassen. Die Auffahrt auf der Nebenstraße dauert 10 Minuten; der Aussichtspunkt selbst verdient 20–30 Minuten. An einem klaren Tag im Mai oder Juni, wenn die umliegenden Gipfel noch schneebedeckt sind, ist es eines der feinsten Panoramen in den Ostalpen.

Ein kleiner Kiosk am Turm verkauft heiße Getränke. Auf 2571 m übersteigt die Temperatur im Hochsommer selten 10 °C.

Der Hochtor-Tunnel

Weiter südlich vom Edelweißspitze-Abzweig steigt die Straße durch das Hochtor (2504 m), den tatsächlichen Hochpunkt der asphaltierten Strecke, über einen kurzen Tunnel. Der Tunnel markiert die Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten. Der Klimawechsel südlich des Hochtors kann spürbar sein: Die Südhänge fangen mehr Sonne und der Abstieg Richtung Heiligenblut ist oft trockener und wärmer als die nördliche Anfahrt.

Kaiser-Franz-Josefs-Höhe: der Gletscheraussichtspunkt

Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (2369 m) ist das Herzstück der Straße – ein plateauartiger Vorsprung auf der Südseite mit direktem Blick auf den Pasterzegletscher und die Doppelgipfel des Großglockners (3798 m). Sie wird über eine 9-km-Nebenstraße von der Hauptgroßglockner-Route erreicht.

Der Besucherkomplex umfasst:

  • Einen großen Auto- und Busparkplatz (im Mautpreis enthalten)
  • Die Ausstellungshalle des Hohe-Tauern-Nationalparks (freier Eintritt) mit Geologie, Glaziologie und Ökologie des Massivs
  • Ein Restaurant und Café mit Panoramaterrasse zum Gletscher
  • Eine Seilbahn (Gletscherbahn Pasterze), die zum Gletscherrand absteigt – der Gletscher ist seit 1900 über 3 km zurückgegangen und der Rückzug wird mit historischen Fotos am Aussichtspunkt deutlich dokumentiert
  • Das Franz-Josefs-Haus-Hotel, eines der höchstgelegenen Hotels Österreichs

1,5–2 Stunden an der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe einplanen. Die Nationalpark-Ausstellung ist besser als die meisten Besucher erwarten und dauert 45 Minuten.

Wann hinfahren

Mai und Anfang Juni

Schnee hält sich bis Mitte Mai auf den oberen Bereichen. Vorteil: weniger Autos, sauberere Luft, Schnee noch auf umliegenden Gipfeln, die Straße früh morgens oft allein. Wildblumen auf den Almwiesen unterhalb der Schneelinie sind Ende Mai auf ihrem Höhepunkt.

Juli und August (Festspielzeit)

Das ist die Hochreisesaison für Salzburg insgesamt. Die Straße wird belebt: Wochenend-Nachmittage im August können Staus nahe der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe-Abzweigung sehen. Früh starten (Salzburg um 7:30 Uhr verlassen), um die Aussichtspunkte vor den Reisegruppencoaches zu erreichen.

September und Oktober

Das beste Fenster für Fotografen. Lärchen beginnen Ende September golden zu werden; die umliegenden Felswände zeigen ihre volle Farbpalette ohne Sommerdunst. Touristenvolumen fällt nach Mitte September stark. Das Schlussdatum variiert, ist aber üblicherweise Ende Oktober; früher Schneefall kann die Straße ohne Vorwarnung schließen, also grossglockner.at am Morgen des Ausflugs prüfen.

Was mitbringen

Schichten: Selbst bei 28 °C in Salzburg wird die Edelweißspitze 10–12 °C oder kälter sein. Windabweisende Außenschicht und warme Zwischenschicht sind nicht optional.

Sonnencreme: UV-Intensität auf 2500 m ist etwa doppelt so hoch wie auf Meereshöhe. Mindestens LSF 30 mitbringen.

Bequeme Wanderschuhe: Wanderstiefel braucht man nicht, aber die Wege rund um die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe sind uneben. Sandalen sind eine schlechte Wahl.

Wasser und Snacks: Die Einrichtungen an der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe sind teuer. Eigene Verpflegung mitbringen; es gibt keine Läden auf der Straße selbst.

Voller Kraftstofftank: In Bruck oder an einer Tankstelle auf der A10 tanken. Auf der Großglockner-Straße gibt es keine Tankstellen.

Mit Zell am See und Kaprun kombinieren

Zell am See liegt 30 Minuten vom Großglockner-Mauttor entfernt und ist ein ausgezeichneter Mittagsstopp. Die Seepromenade bietet einen vollständigen Atmosphärenwechsel von der Bergstraße. Kaprun ist weitere 15 Minuten entfernt und bietet Zugang zum Kitzsteinhorn-Gletscherskilgebiet (Seilbahnen fahren ganzjährig auf 3029 m).

Ein logisches kombiniertes Programm:

  • Abfahrt Salzburg 7:30 Uhr
  • Mauttor Bruck: 9 Uhr
  • Edelweißspitze Aussichtspunkt: 10 Uhr
  • Kaiser-Franz-Josefs-Höhe: 11–13 Uhr
  • Mittagessen in Zell am See: 14 Uhr
  • Kitzsteinhorn-Seilbahn (optional): 15–16 Uhr
  • Rückkehr nach Salzburg: 18:30–19 Uhr
Zell am See und Kaprun: private Tagestour von Salzburg mit Gletscherblicken

Praktische Informationen

Straßenstatus: grossglockner.at (täglich aktualisiert während der Saison) Öffnungszeitraum: etwa Anfang Mai bis Ende Oktober Maut 2026: ~38 € pro Auto (Rückfahrt); ~28 € Motorräder Entfernung von Salzburg: ~95 km, etwa 1:15–1:30 Stunden über die A10 Einrichtungen auf der Straße: Toiletten und Cafés am Edelweißspitze-Kiosk, Rastplatz Fuscher Lacke und Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Kein Kraftstoff auf der Straße.

Häufig gestellte Fragen zu Salzburg zum Großglockner: die Hochalpenstraße als Tagesausflug

Wie weit ist der Großglockner von Salzburg entfernt?

Die Großglockner Hochalpenstraße liegt etwa 90–100 km von Salzburg entfernt. Die Fahrt zum nördlichen Eingang bei Bruck an der Glocknerstraße dauert etwa 1:15–1:30 Stunden je nach Verkehr. Mindestens 3–4 Stunden für die Straße selbst mit wichtigen Stopps einplanen, plus Rückfahrt – also einen vollen Tag blocken.

Was kostet die Großglockner-Maut?

Die Mautgebühr für Privatwagen beträgt 2026 etwa 38 €. Das deckt eine Hin- und Rückfahrt ab – Einfahrt an einem Tor und Ausfahrt am selben oder am anderen Ende. Motorräder zahlen etwa 28 €. Die Maut schließt Zugang zu allen Straßen-Aussichtspunkten und zum Kaiser-Franz-Josefs-Höhe-Besucherbereich ein. Kreditkarten werden an den Mautstationen akzeptiert.

Wann ist die Großglockner-Straße geöffnet?

Die Straße ist etwa Anfang Mai bis Ende Oktober geöffnet, wetterabhängig. Genaue Daten variieren jährlich: Die Straße kann nach frischem Schneefall selbst im Juni oder September schließen. Den offiziellen Status auf grossglockner.at vor der Abfahrt prüfen. Juli und August bieten die zuverlässigsten Bedingungen, aber auch den meisten Verkehr. Mai und September bieten besseres Licht und weniger Autos.

Was soll ich am Großglockner anziehen?

Unabhängig von der Jahreszeit Schichten einpacken. An der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (2369 m) und der Edelweißspitze (2571 m) können die Temperaturen im Juli bei Wind 8–12 °C betragen. Wasserdichte Jacke, warme Zwischenschicht und robuste Schuhe (keine Sandalen) werden selbst an einem klaren Sommertag empfohlen. Sonnencreme ist in der Höhe wichtig – UV-Intensität ist höher.

Kann man den Großglockner ohne Auto erleben?

Öffentlicher Nahverkehr zur Straße ist nicht praktisch. Die beste autofreie Option ist eine geführte Tagestour von Salzburg, die Transport, einen Guide und oft Stopps in Zell am See einschließt. Selbstfahren gibt mehr Flexibilität für spontane Stopps, aber Touren sind eine ausgezeichnete Alternative ohne Fahrzeug.

Kann man Großglockner mit Zell am See kombinieren?

Ja – Zell am See liegt am Fuß des Großglockner-Massivs, etwa 30 Minuten vom nördlichen Mauttor. Es macht einen ausgezeichneten Mittagsstopp vor oder nach der Bergstraße. Das Kaprun-Gletschergebiet ist weitere 15 Minuten von Zell am See entfernt. Alle drei zu kombinieren macht einen vollen, aber sehr lohnenden Tag.

Ist die Großglockner-Fahrt angsteinflößend für unsichere Fahrer?

Die Straße ist gut technisch ausgebaut mit Leitplanken und klarer Beschilderung. Es ist keine weißknöchel-Route. Allerdings ist sie stellenweise eng, hat enge Spitzkehren (der Fuscher-Törl-Abschnitt hat 36 Kehren) und erfordert Geduld beim Begegnen von Gegenverkehr in den steilsten Abschnitten. Wer mit Bergstraßen in Europa vertraut ist, kommt problemlos zurecht. Sehr nervöse Fahrer bevorzugen vielleicht eine geführte Tour.

Was ist auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe?

Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (2369 m) ist der Hauptkomplex am südlichen Ende der Straße mit direktem Blick auf den Pasterzegletscher – Österreichs größter Gletscher mit 8 km Länge. Es gibt ein Besucherzentrum, Restaurant, Hotel und eine Panoramaterrasse mit direktem Blick auf Großglockners Doppelgipfel (3798 m, höchster Punkt Österreichs). Eine kurze Seilbahn (Gletscherbahn) steigt zum Gletscherrand hinab.

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