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Kaprun: Gletscherskifahren, Kitzsteinhorn und Tauernstauseen, Salzburg and surroundings

Kaprun: Gletscherskifahren, Kitzsteinhorn und Tauernstauseen

Kaprun verbindet ganzjähriges Gletscherskifahren am Kitzsteinhorn (3029 m) mit beeindruckenden Stauseen. 1h20 ab Salzburg. Vollständiger Reiseführer.

Zell am See and Kaprun Private Full-Day Trip from Salzburg

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Auf einen Blick

Distance from Salzburg
~80 km, ~1h20 by car
Best approach
Car via A10/B311 or train to Zell am See then bus
Currency
Euro (€)
Main attraction
Kitzsteinhorn glacier (3029 m)

Kaprun: mehr als ein Skidorf

Die meisten Besucher kommen nach Kaprun aus einem einzigen Grund: dem Kitzsteinhorn-Gletscher, der mitten im Juli Skifahren oberhalb von 3000 m ermöglicht. Dieser Grund ist absolut berechtigt. Doch Kaprun bietet eine zweite bedeutende Attraktion, die viele Reisepläne völlig außer Acht lassen: das Tauernkraftwerke-Wasserkraftsystem, ein ingenieurtechnisches Meisterwerk aus den 1940er- bis 1960er-Jahren, das zwei große Stauseen in einem dramatischen Gletscherkessel auf 2000 m Höhe aufgestaut hat — den Stausee Wasserfallboden und den Stausee Mooserboden. Eine Standseilbahn, die während des Zweiten Weltkriegs durch einen in den Berg gesprengten Tunnel gebaut wurde, verbindet die Talsohle mit dem unteren Stausee.

Gemeinsam machen der Gletscher und das Stauseesystem Kaprun zu einem der industriell interessantesten Reiseziele in der Salzburger Region — und gleichzeitig zu einem der landschaftlich schönsten. Das Dorf selbst (rund 3000 Einwohner) ist ruhiger und weniger als Ferienort poliert als das benachbarte Zell am See, 8 km östlich — was je nach persönlicher Vorliebe ansprechend ist oder nicht.

Anreise nach Kaprun ab Salzburg

Mit dem Auto: Die Standardroute führt auf der A10 Tauernautobahn südlich von Salzburg bis zum Anschluss Bischofshofen–Pongau (Ausfahrt 47), dann auf der B311 westwärts nach Zell am See und schließlich südwärts auf der Kaprunerstraße ins Dorf. Gesamtdistanz: ca. 80 km, 1h20 unter normalen Bedingungen. Die österreichische Autobahnvignette (9,90 € für 10 Tage) ist auf der A10 erforderlich.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Züge fahren stündlich von Salzburg nach Zell am See (ca. 20 €, 1 Stunde), dann weiter mit der Buslinie 670 vom Bahnhof Zell am See nach Kaprun (ca. 15 Minuten, ca. 3 €). Die Gesamtreise dauert inklusive Umstieg etwa 1h30–1h45.

Kombination mit Zell am See: Beide Orte sind durch einen durchgehenden Radweg und dieselbe Buslinie verbunden. Die meisten Besucher kombinieren sie an einem einzigen Tag oder nutzen einen als Halbtagsausflug vom anderen aus.

Das Kitzsteinhorn: Was man wirklich bekommt

Das Kitzsteinhorn (Gipfel 3203 m; Skigebiet oben bei 3029 m) wird intensiv als „ganzjähriges Skifahren” vermarktet — was weitgehend zutreffend ist, obwohl das sommerliche Gletscherskigebiet aus einem einzigen Kessel besteht, der mit einer eigens dafür gedachten Gondel erreichbar ist, und nicht einem vollständigen Streckennetz. Im Juli und August ist das offene Skifahren auf den Vormittag beschränkt (in der Regel 07:30–13:00), bevor die Sonne den Schnee aufweicht. Am Nachmittag ist der Gletscher für Aktivitäten ohne Ski geöffnet.

Das Gondelsystem vom Kapruner Dorf startet auf 786 m und braucht etwa 25 Minuten bis zum Gletscherplateau. Es gibt zwei Zwischenstationen: Maiskogel (1675 m, auch über eine separate Bahn vom Dorf zugänglich und für Anfänger im Winter geeignet) und Alpincenter (2452 m).

Was das Gletscherticket beinhaltet: Ein Standard-Ticket „Kitzsteinhorn Top Experience” (ca. 42 € im Sommer 2025) umfasst den Gondelzugang zum Gletscher, die in den Gletscher gehauene Eishöhle, Aussichtsplattformen sowie die „Top of Salzburg”-Panoramaplattform auf 3029 m. Bei klarem Wetter ist der Großglocknergipfel (3798 m) im Südwesten sichtbar; der Zeller See erscheint als dunkles Rechteck tief unten. Rechnet man etwa einen halben Tag für das Gesamterlebnis ein, liegt man richtig.

Skifahren: Eine Tageskarte für das Gletschergebiet kostet im Sommer ca. 58 €. Mietausrüstung ist im Tal und an der Mittelstation Alpincenter erhältlich. Das sommerliche Skigebiet eignet sich am besten für Fortgeschrittene; absolute Anfänger werden es aufgrund der Höhe (die Anstrengung auf 2900 m ist merklich höher als auf normaler Resorthöhe) als herausfordernd empfinden.

Ehrlicher Hinweis zum Gletscherschwund: Der Kitzsteinhorn-Gletscher hat seit 1965 rund 35 % seiner Fläche verloren. Das Skigebiet hat sich entsprechend verkleinert, und langfristige Prognosen deuten auf weiteres Schrumpfen hin. Das aktuelle Skigebiet ist nach Sommergletscherstandards noch ausgezeichnet, aber ein Besuch hat eine gewisse Dimension des „Sehen, bevor es sich weiter verändert” — was für manche Reisende unangenehm sein mag.

Aktuelle Liftstatus und Öffnungszeiten, die saisonal wechseln, finden Sie im Kitzsteinhorn-Gletscherführer.

Die Tauernkraftwerke: Industrietourismus, der sich lohnt

Das Kapruner Wasserkraftsystem verdient mehr Aufmerksamkeit als es in Reiseführern mit Skifokus typischerweise erhält. Der Bau begann 1938 unter österreichischer und später unter deutschkontrollierter Leitung (das Projekt wurde während der NS-Zeit mit Zwangsarbeit fortgeführt — eine ernüchternde Tatsache, die im Besucherzentrum dokumentiert ist). Der Hauptstausee Mooserboden wurde 1955 fertiggestellt und hält rund 84 Millionen Kubikmeter Wasser zwischen zwei geschwungenen Betondämmen — der Drossensperre und der Limbergsperre — in einem dramatischen Kar auf 2036 m Höhe.

Anreise: Die Erlebnisberg-Kaprun-Standseilbahn (offiziell die „Salzburger Almenweg Standseilbahn”) fährt vom Talboden durch einen 3,7 km langen Tunnel zum unteren Stausee auf 1672 m. Von dort fahren elektrische Pendelbusse auf einer Privatstraße zum oberen Stausee (Stausee Mooserboden) hinauf. Gesamtfahrtzeit vom Tal: ca. 45 Minuten.

Tickets: Eine kombinierte Rückfahrkarte für Standseilbahn und Pendelbus kostet ca. 30 € pro Erwachsenem. Die Kapruner Stauseebahn fährt von Ende Mai bis Anfang November, abhängig von der Schneelage. Verwechseln Sie diese nicht mit der Kitzsteinhorngondel — es handelt sich um getrennte Systeme von verschiedenen Talstationen.

An den Stauseen: Der Spaziergang entlang der Mooserbodensperre bietet außergewöhnliche Ausblicke auf den vergletscherten Kessel und die Hohen-Tauern-Gipfel. Steinböcke sind hier zuverlässig anzutreffen — die Population rund um den Mooserboden ist eine der beständigsten in Österreich für zugängliches Beobachten. Fernglas mitbringen.

Das Besuchererlebnis an den Stauseen ist bewusst auf wenig kommerzielle Infrastruktur ausgelegt — eine kleine Snackbar am unteren Stausee und eine Berghütte (Mooserbodenhütte) auf der oberen Ebene. Das passt zur Landschaft.

Kaprun Dorf: Das Praktische

Das Dorf Kaprun gruppiert sich um einen zentralen Platz mit einer Burgruine (Kapruner Burg, freier Eintritt, bescheidene Überreste) und mehreren Straßen mit traditionellen Pinzgauer Bauernhäusern neben neuerer touristischer Bebauung. Es ist spürbar ruhiger als Zell am See am Abend, mit weniger Restaurantoptionen, aber auch weniger Gedränge.

Unterkunft: Pensionen und kleine Hotels in Kaprun kosten im Sommer typischerweise 80–140 € pro Doppelzimmer, etwas mehr in der Skisaison. Direktbuchung bei Pensionen anstatt über große Plattformen spart oft 10–15 %.

Essen: Die Handvoll Restaurants rund um den zentralen Platz servieren österreichische Alpenküche — Wiener Schnitzel, Käsespätzle, Apfelstrudel — zu etwas niedrigeren Preisen als am Zell-am-See-Ufer (Hauptgerichte 16–22 €). Die Berghütte am Mooserboden serviert eine passable Gulaschsuppe (ca. 9 €), die dem Ambiente entspricht.

Praktischer Hinweis: An Sommerwochenenden füllt der Parkplatz der Kitzsteinhorn-Gondel-Talstation bis 09:00 Uhr. Die Lösung: Entweder vor 08:30 ankommen oder den Ortsbus von Zell am See oder dem Kapruner Dorf nehmen, der direkt zur Gondel fährt.

Kaprun mit dem Großglockner kombinieren

Der Großglockner — konkret die Hochalpenstraße ab Ferleiten oder Bruck an der Glocknerstraße — liegt etwa 20 km südlich von Kaprun. Das macht Kaprun zu einem effizienten Ausgangspunkt, um Gletscheraktivitäten am Morgen mit einer Großglockner-Fahrt am Nachmittag zu verbinden.

Praktische Reihenfolge: Die Kitzsteinhorn-Gondel öffnet um 07:30; man kann bis 12:00–12:30 wieder im Tal sein. Fahrt südwärts zur Großglockner-Mautstation (ca. 25 Minuten), Ankunft am Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (dem Hauptaussichtspunkt) gegen 14:00 Uhr und Rückkehr nach Kaprun bis 18:00–19:00. Das funktioniert, wenn man auf den vollständigen Stauseebsuch verzichtet und sich auf den Gletscher konzentriert.

Wer beide Tauernkraftwerke-Stauseen und den Großglockner an einem einzigen Tag ab Kaprun sehen möchte, dem wird der Tag unangenehm lang. Besser ist es, den Vormittag den Stauseen zu widmen und den Großglockner auf einen separaten Tag zu verschieben.

Zu den Krimmler Wasserfällen

Die Krimmler Wasserfälle liegen 40 km westlich von Kaprun entlang der B165 Pinzgauer Straße — ca. 50 Minuten mit dem Auto. Dies ist der nächste Anfahrtsweg von irgendwo im Zell-am-See–Kaprun-Gebiet und deutlich kürzer als die Anreise von Salzburg (die über eine Stunde mehr bedeutet). Einen Tag dem Kitzsteinhorn/Gletscher und einen weiteren Krimml und dem oberen Tal zu widmen, ist von Kaprun aus ein sehr praktisches Zweitagesprogramm.

Der Nationalpark Hohe Tauern umgibt das Gebiet auf drei Seiten; sowohl der Gletscher als auch die Krimmler Wasserfälle liegen offiziell innerhalb der Parkgrenze. Das Nationalparkzentrum in Mittersill (zwischen Kaprun und Krimml) vermittelt nützlichen Kontext über die Ökologie des Parks und die glazialen Prozesse in der Landschaft.

Tagesausflug-Logistik ab Salzburg

Kaprun funktioniert als langer Tagesausflug von Salzburg, obwohl es ambitioniert ist, wenn man sowohl den Gletscher als auch die Stauseen besuchen möchte. Ein realistischer Tagesausflugplan:

  • 07:30 Abfahrt von Salzburg mit dem Auto
  • 09:00 Ankunft in Kaprun, Kitzsteinhorn-Gondel nehmen
  • 12:30 Rückkehr ins Tal, Mittagessen im Dorf
  • 14:00 Standseilbahn zum Stausee Wasserfallboden und Mooserbodenbus
  • 16:30 Rückkehr ins Tal
  • 18:00 Rückfahrt nach Salzburg, Ankunft 19:30

Das ist ein voller Tag mit minimalem Puffer. Wer noch Energie hat, kann auf dem Rückweg bei Zell am See einen Halt am Seeufer einlegen — die Stadt liegt direkt auf der Route und kostet nur 15 Minuten extra.

Für einen entspannteren Ansatz deckt ein privat geführter Tagesausflug ab Salzburg sowohl Zell am See als auch Kaprun ab, wobei ein Fahrer die gesamte Logistik übernimmt.

Kaprun in einem mehrtägigen Salzburg-Urlaub

Das 4-Tage-Salzburg-Reiseprogramm reserviert einen vollen Tag für die Kapruner Gegend — üblicherweise mit einer Kombination aus Kitzsteinhorn und entweder den Stauseen oder einem Großglockner-Abstecher, je nach Jahreszeit. Der Leitfaden Salzburg nach Zell am See behandelt die vollständige Route mit empfohlenen Haltepunkten und Zeitplanung.

Für das intensivste Alpenerlebnis nutzt das 5-Tage-Seen-und-Berge-Programm Zell am See als zweinächtiges Basislager, wobei Kaprun an Tag drei gemeinsam mit dem Gletscher abgedeckt wird. So bleibt ausreichend Zeit, um dem komprimierten Gefühl eines eintägigen Versuchs zu entgehen.

Jahreszeitliche Fenster und ihre praktische Bedeutung

Dezember–März (Skisaison): Sowohl die Schmittenhöhe über Zell am See als auch das Kitzsteinhorn sind voll in Betrieb. Das kombinierte Skigebiet (Ski Alpin Zell am See–Kaprun) bietet rund 138 km markierte Pisten. Hochsaisonpreise: Gondel-Tageskarte ca. 60 €, Hotels zu Spitzenpreisen. Für die Winterferien im Februar und die Weihnachtszeit unbedingt frühzeitig buchen.

Mai–Juni (Nebensaison, Gletschereröffnung): Die Gletscherskisaison beginnt typischerweise im Mai, wenn der Sommerbetrieb startet. Stauseen öffnen meist Ende Mai. Die Großglocknerhochstraße öffnet gewöhnlich Anfang Mai (genaues Datum variiert je nach Schneelage — offizielle Website prüfen). Wenig Gedränge, günstige Unterkunftspreise.

Juli–August (Hochsommer): Belebteste Zeit für alle Aktivitäten. Der Gletscher ist in Betrieb, aber das Skifenster ist nur vormittags. Stauseen an Wochenenden gut besucht. Unterkunft buchen und frühe Starts in Betracht ziehen, um das Gedränge an den Seilbahnstationen zu vermeiden.

September–Oktober (Nebensaison, ausgezeichnetes Wandern): Eines der besten Zeitfenster. Der Gletscher schließt typischerweise Ende Oktober oder November für den Sommerskibetrieb. Stauseenbusse fahren bis Anfang November. Die Wanderbedingungen sind oft hervorragend — kühl, klar, mit weniger Besuchern auf den Wegen als im Juli.

Was Kaprun nicht ist

Kaprun ist kein fotogenes Dorf à la Hallstatt, durch das man zwei Stunden lang schlendern und fotografieren kann. Der Reiz liegt hier in erster Linie im Berggelände oberhalb der Talsohle. Wer ohne Interesse an Skifahren, Gletschern oder ingenieurtechnischer Infrastruktur kommt, für den ist ein Vormittag am Zell-am-See-Seeufer möglicherweise sinnvoller als ein ganzer Tag in Kaprun.

Es ist auch kein Budgetziel. Das Kitzsteinhorn-Gletschersystem ist ausgezeichnet, aber die kombinierten Ticketpreise (Gondel + Gletscher + Eishöhle) summieren sich auf 40–60 € pro Person. Entsprechend kalkulieren und im Voraus entscheiden, welche Elemente am wichtigsten sind.

Der Leitfaden zu den besten Tagesausflügen ab Salzburg hilft beim Vergleich, wenn man Kaprun gegen andere Optionen für eine begrenzte Anzahl von Tagen abwägt.

Die Kapruner Stauseenkatastrophe: Geschichte, die man kennen sollte

Im November 2000 brach in einer Standseilbahn innerhalb des Zugangstunnels zum Stausee Wasserfallboden ein Feuer aus, das 155 Menschen das Leben kostete — die schlimmste Seilbahnkatastrophe in der österreichischen Geschichte. Die heute betriebene Standseilbahn ist ein 2004 eröffnetes Neubausystem mit wesentlich verbesserten Sicherheitssystemen. Am Tunneleingang erinnert eine Gedenkstätte an die Opfer, und das heutige Besuchererlebnis an den Stauseen schließt eine respektvolle Anerkennung dieser Geschichte in die Ausstellung vor Ort ein.

Dieses Ereignis sollte man vor dem Besuch kennen — teils als Kontext dafür, warum die Infrastruktur relativ neu aussieht, teils weil das Mahnmal Beachtung verdient, anstatt unsichtbar in der Menge der Gondelppassagiere unterzugehen.

Praktische Tipps für den Gletscherbesuch

Einige Spezifika, die den Tag am Kitzsteinhorn reibungsloser gestalten:

Früh ankommen. Die erste Gondel des Tages (im Sommer typischerweise 07:30) trägt deutlich weniger Passagiere als die Welle zwischen 09:30 und 11:00. Das frühmorgendliche Licht auf dem Gletscher ist auch für die Fotografie am schönsten.

Für die Höhe kleiden. Selbst im August kann das Gletscherplateau auf 3029 m Temperaturen von 4–8°C bei erheblichem Wind aufweisen. Die Gondelstation hat einen Shop, der Halstücher, Handschuhe und günstige Fleecejacken verkauft — zu erwartungsgemäß erhöhten Preisen. Besser eine Windjacke von unten mitbringen.

Der Eispalast: In einer Höhe von rund 3000 m in den Gletscher gehauen, ist der Eispalast eine Reihe von Tunneln und Kammern, darunter Skulpturen. Er ist im Top-Experience-Ticket enthalten und dauert ca. 30–40 Minuten. Im Inneren ist es kalt (ca. 0°C); die Miete eines Wärmecapes am Eingang kostet einige Euro und ist es wert.

Nachmittagsgedränge: Geführte Tagesausflüge aus Salzburg und München kommen typischerweise zwischen 10:00 und 11:00 an der Kitzsteinhorn-Gondel an. Wer um 07:30–08:00 dort ist, hat den Gletscher in den ersten zwei Stunden weitgehend für sich.

Unterkunftsmöglichkeiten in der Kapruner Gegend

Eine Übernachtung in Kaprun statt in Zell am See ermöglicht früheren Gondelzugang (ohne den 15-minütigen Bustransfer) und ein ruhigeres Abendambiente. Im Kapruner Gebiet gibt es verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten:

Im Kapruner Dorf: Familienpensionen (Gasthöfe und Pensionen) für 80–130 €/Nacht im Doppelzimmer. Persönlicherer Service und oft wertvollere Frühstücke als in größeren Resorthotels. Viele bieten Garagenparken für 5–8 €/Nacht an — nützlich in der Skisaison.

Wellnesshotels: Mehrere Vier-Sterne-Hotels in Kaprun und auf der Straße zum Kitzsteinhorn bedienen den Wellnessmarkt. Preise liegen zwischen 130 und 220 €/Nacht und beinhalten in der Regel Wellnesszugang. Der Tauern-Spa-Zell-am-See–Kaprun-Komplex (die große Wasserpark-Einrichtung zwischen den beiden Orten) betreibt ein eigenes angrenzendes Hotel.

Berghütten: Für mehrtägige Wanderer verbindet das Kitzsteinhorn-Gebiet mit dem Hochgebirgs-Hüttennetz der Hohen Tauern. Die Rudolfshütte oberhalb des Weißsees (erreichbar per Seilbahn von Uttendorf/Weißsee) ist die am meisten besuchte Hütte im weiteren Umkreis, auf 2315 m, mit Schlafsaal und Einzelzimmerunterkünften.

Die Salzkarte und das Kapruner Gebiet

Die Salzburg Card ist ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Instrument für die Stadt selbst — sie umfasst die Festung, Museen, öffentliche Verkehrsmittel sowie verschiedene Boote und Gondeln. Ihr geografischer Geltungsbereich erstreckt sich jedoch nicht nach Kaprun. Die Kitzsteinhorn-Gondel, die Schmittenhöhe in Zell am See und die Tauernkraftwerke-Standseilbahn liegen alle außerhalb des Kartenbereichs.

Wenn man in Salzburg stationiert ist und Kaprun ein Tagesausflug ist, lohnt sich die Salzburg Card für die Stadttage; die Kapruner Aktivitäten separat einkalkulieren. Die Karte deckt bis zu 72 Stunden Salzburger Attraktionen ab — sie für die ersten zwei Tage eines längeren Aufenthalts zu kaufen und den Fahrtag nach Kaprun als „kartenfreien” Tag einzuplanen, ist logisch und kostengünstig.

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